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„Das Einzige, was uns am Ende bleibt, sind Erinnerungen, die auf Liebe basieren.“

Es ist eine solche Erinnerung, die den preisgekrönten Regisseur Markus Imhoof sein Leben lang begleitet hat: Es ist Winter, die Schweiz ist das neutrale Land inmitten des Zweiten Weltkriegs und Markus Imhoofs Mutter wählt am Güterbahnhof ein italienisches Flüchtlingskind aus, um es aufzupäppeln. Das Mädchen heißt Giovanna – und verändert den Blick, mit dem der kleine Markus die Welt sieht.

70 Jahre später kommen wieder Fremde nach Europa. Markus Imhoof hat Giovanna nie vergessen, hat ihre Spuren verfolgt und in ihrem Land gelebt. Nun geht er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, es ist die Operation „Mare Nostrum“, in deren Verlauf mehr als 100.000 Menschen aus dem Mittelmeer gezogen werden. Mit den Augen des Kindes, das er damals war, spürt er den Fragen nach, die ihn seit jeher umtreiben.

Markus Imhoof erzählt nach seinem herausragenden und u.a. mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Kinoerfolg MORE THAN HONEY erneut eine sehr persönliche Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen. Seine Fragen nach Menschlichkeit und gesellschaftlicher Verantwortung in der heutigen Welt führen ihn zurück zu den Erlebnissen seiner Kindheit und seiner ersten Liebe.

 
















Die Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes war eine vom Januar 1942 bis 1956 dauernde Hilfsaktion zugunsten von kriegsgeschädigten Kindern aus mehreren europäischen Ländern. Kinder, die es gesundheitlich nötig hatten oder Familienangehörige verloren hatten, und deren Zustand es erlaubte, dass sie sich in einem drei- bis sechsmonatigen Aufenthalt erholen konnten, wurden in die Schweiz gebracht und dort auf Schweizer Familien oder Pflegeeinrichtungen verteilt.

Der Ursprung der Kinderhilfe lag nicht auf Bundesebene: Unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs schlossen sich 17 Hilfswerke und Organisationen zur Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für kriegsgeschädigte Kinder (SAK) zusammen. Weil der SAK die personellen und finanziellen Mittel fehlten und sie andererseits als zu „politisch“ galt, wurde die humanitäre Hilfe 1942 unter die Schirmherrschaft des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) gestellt.

Die Einreise von Kindern mit der Eisenbahn in die Schweiz war die größte Kinderhilfsaktion während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Von 1940 bis 1945 profitierten rund 62.000 unterernährte und kranke Kinder von den Erholungsaufenthalten. Nach dem Krieg wurden die Aufenthaltsprogramme weitergeführt und zugunsten von Kindern aus ganz Europa erweitert. Nun kamen auch aus Deutschland, Italien und Österreich erholungsbedürftige Kinder in die Schweiz. Bis zum Ende der Aktion 1956 wurden 181.000 Kinder von rund 100.000 schweizerischen Pflegefamilien betreut.

Jüdische Kinder wurden jedoch schon früh ausdrücklich von den Kinderzügen ausgenommen. Das SRK stand, wie alle nationalen Rotkreuzgesellschaften, in einer privilegierten Beziehung zur Landesregierung und war vor allem in Kriegszeiten von der politischen Linie abhängig. Und der Bundesrat stand unter großem innen- und außenpolitischen Druck.

Mit humanitärer Hilfe konnte er ihn entkräften. So wurden schon früh Kinder aus den von Deutschland besetzten Gebieten in die Kinderzüge integriert, um der Schweiz einen Verhandlungsvorteil bei der Wahrung ihrer Neutralität zu ermöglichen und es kam zwischen der Vichy-Regierung und dem Schweizer Bundesrat zu dem im Film beschriebenen Handel: Für jeden jüdischen Flüchtling in der Schweiz, der ein Visum nach Amerika und ein Schiffsticket hatte, wurde ein Durchreisevisum zum Hafen von Marseille gewährt, wenn die Schweiz als Gegenleistung drei hungrige französische Kriegskinder in der Schweiz auffüttert.

Um die Zuwanderung besser steuern zu können und weil der Bundesrat wegen des Tourismus die Grenzen nicht schließen wollte, war seit 1939 eine Unterscheidung zwischen anerkannten „politischen Flüchtlingen“ und „Emigranten“ gemacht worden, die im Ermessen der Fremdenpolizei lag. Flüchtlinge „nur aus Rassengründen“ galten ausdrücklich nicht als politische Flüchtlinge. Für „nicht-arische“ Einreisende aus Deutschland galt ein Visumzwang und ein Visum durfte nur noch ausgestellt werden, wenn Gewähr bestand, dass der Ausländer die Schweiz wieder verlassen würde. Die Pässe deutscher Juden wurden darüber hinaus mit einem „J“-Stempel gekennzeichnet und damit zur Einreise in die Schweiz untauglich gemacht.

Insgesamt wurden unterschiedlichen Quellen zufolge bis zu 20.000 Menschen während des Krieges an der Grenze abgewiesen oder an die Nazis ausgeliefert, obwohl bekannt geworden war, dass diese akut von Ermordung bedroht waren. Erst 10 Monate vor Kriegsende, im Juli 1944, wurde diese Praxis gestoppt. Eine Untersuchungskommission kam 2002 zu dem Ergebnis, dass die damalige schweizerische Flüchtlingsgesetzgebung mit den Prinzipien eines Rechtsstaates nicht vereinbar war.

1945 kam Giovanna Viganò mit acht Jahren auf einem dieser Kinderzüge in die Schweiz und zur Familie Imhoof. Giovanna ist ein unterernährtes Straßenkind, ihr Vater ist in Stalingrad verschollen und vermutlich tot, die Mutter ist zu krank, um sich um die Tochter zu kümmern.

1946 muss Giovanna wieder zurück nach Mailand. Die Imhoofs wollen sie länger behalten, aber man dürfe die Gefühlsbindungen nicht zu stark werden lassen, ist die Weisung vom Roten Kreuz.

Zuhause in Italien ist die Mutter immer noch krank, die Armut ist groß, es gibt zu wenig Essen, die Fenster sind seit einer Bombardierung kaputt und mit ölgetränktem Papier nur notdürftig zugeklebt. Es fehlt an allem und es ist kalt, denn es gibt kein Geld zum Heizen. Die Mutter lötet in der Küche Radioantennen für eine kleine Werkstatt. Später arbeitet sie in einer Zigarettenfabrik. Giovanna ist oft krank, hat Rheuma und ist unterernährt. Die Geschenkpakete und Geldsendungen aus der Schweiz sind zu wenig.

1949 will Familie Imhoof Giovanna (13 Jahre alt) privat wieder zurückholen (Markus ist 8 Jahre alt). Aber als ausländisches Kind in die Schweiz zu kommen ist kompliziert wegen einer Gesetzgebung zu Saisonarbeitern: Diese Saisoniers wohnen in Baracken in der Schweiz, arbeiten vor allem auf dem Bau und müssen jedes Jahr für drei Monate zurück.

Sie haben keine Rechte, Kinder mitzubringen, man will – damals wie heute - den „Familiennachzug“ verhindern. Es sind über eine halbe Million Italiener, die häufig rassistisch angefeindet werden.

Markus Vater muss für die Übernahme aller Kosten bürgen und die Ausreise garantieren. Giovanna darf einreisen. Doch bereits 1950 muss Giovanna wieder zurück nach Mailand – und wird wieder krank. Giovanna stirbt im selben Jahr (Markus ist 9 Jahre alt). Die Eltern Imhoof machen sich bis hohe Alter Vorwürfe.

1978: Markus lebt jetzt in Mailand, aber mit einer anderen italienischen sprechenden Frau, Giovannas Mutter betreut oft ihre gemeinsamen Kinder. Er schreibt das Drehbuch zum Flüchtlingsfilm DAS BOOT IST VOLL über die Abschiebung jüdischer Flüchtlinge aus der sicheren Schweiz zurück ins Deutsche Reich und in den sicheren Tod während des Zweiten Weltkriegs.

1981 wird der Film bei der Berlinale aufgeführt und mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet sowie ein Jahr später mit einer Oscar®-Nominierung geehrt.

 







Markus Imhoof wurde 1941 in Winterthur geboren. In Zürich studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Geschichte und machte seinen Abschluss mit einer Arbeit zum Thema „Brechts Stücke im Hinblick auf sein theoretisches Werk“. Nach einer Assistenz bei Leopold Lindtberg am Zürcher Schauspielhaus besuchte er die Filmschule an der Schule für Gestaltung Zürich. Seinen ersten Film hatte er aber schon 1961 gedreht. Seine Filme FLUCHTGEFAHR (1974) und TAUWETTER (1977) gehören zu jenen Werken, die in den siebziger Jahren dem Neuen Schweizer Film internationale Beachtung verschafften.

Sein 1980 entstandener Film DAS BOOT IST VOLL wurde bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und schaffte es in die Endauswahl für den Oscar® als bester fremdsprachiger Film. Mit DIE REISE verfilmte er 1986 Bernward Vespers nachgelassenen Schlüsselroman über die Frühzeit der RAF.

Seine Filme wurden auf den Festivals von Berlin, Venedig, Cannes, Locarno, u.a. gezeigt. Sein letzter Film MORE THAN HONEY wurde mit dem schweizerischen und dem Deutschen Filmpreis geehrt, war der bis dato erfolgreichste Schweizer Film aller Zeiten und findet bis heute international große Beachtung.

Markus Imhoof war Gastdozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Berlin und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich. Er ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Europäischen und der Deutschen Filmakademie sowie der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles.

Neben seiner Filmarbeit ist Imhoof auch für seine Opern- und Schauspielinszenierungen in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz bekannt.


Filmografie (Auswahl):

ELDORADO (2018) / Regie, Drehbuch, Produktion

MORE THAN HONEY (2012) / Regie, Drehbuch, Produktion

STEINSCHLAG (2005) / Drehbuch

ZORNIGE KÜSSE (2000) / Drehbuch

FLAMMEN IM PARADIES (1995) / Regie, Drehbuch

LES PETITES ILLUSIONS (1991) / Regie, Drehbuch

DER BERG (1990) / Regie, Drehbuch

DIE REISE (1986) / Regie, Drehbuch

DAS BOOT IST VOLL (1980) / Regie, Drehbuch

ISEWIXER (1979) / Regie

TAUWETTER (1977) / Regie, Drehbuch

FLUCHTGEFAHR (1974) / Regie, Drehbuch


Das Ausland spielte eine große Rolle in unserer Familie: Mein Vater hatte seine Dissertation über Auswanderer aus Europa geschrieben, meine Mutter ist in Indien geboren, eine Tante kam aus Odessa, die andere lebte in Ägypten, ein Onkel in Kolumbien, der andere in den USA. Über meinem Bett hing während meiner ganzen Jugendzeit eine Karte von Afrika, mit einem echten Speer, der aufs „Herz der Finsternis“ zeigte. 1945 kam Giovanna aus Italien zu uns in die kriegsverschonte Schweiz. Es war die Zeit, in der ich entdeckte, dass auch alle andern zu sich selber „Ich“ sagen. Ich verliebte mich in das fremde „Ich“. Das hat mein Leben nachhaltig geprägt.

In dieser Zeit galt in der Schweiz die Formulierung: „Flüchtlinge nur aus Rassegründen gelten nicht als Flüchtlinge,“ weil es davon am meisten gab. 24.000 Gerettete schickte man wieder zurück - weil wir sonst wegen der Last dieser zusätzlichen Passagiere alle zusammen untergehen würden. Darüber habe ich 1980 den Spielfilm DAS BOOT IST VOLL gedreht, die Geschichte einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe von Flüchtlingen, die zurückgeschickt wurden in den Tod. Für das Flüchtlingsmädchen Kitty habe ich ein Mädchen gesucht, das Giovanna gleicht. Als Folge des Zweiten Weltkriegs wird heute Rassendiskriminierung als erster Punkt in der Genfer Konvention als Asylgrund anerkannt.

Heute gilt der Grundsatz: „Flüchtlinge nur aus sozialer Not gelten nicht als Flüchtlinge,“ weil es davon am meisten gibt. Das Boot ist wieder voll. Ich hatte vor 35 Jahren nicht damit gerechnet, dass der Titel meines Films noch einmal so konkret und drängend wird, dass man darüber nochmals einen Film drehen muss. Nach meinem letzten Dokumentarfilm MORE THAN HONEY begann ich an zwei neuen Filmprojekten zu arbeiten: einem über Migration, einem über Geld. Während meiner Recherchen merkte ich bald, wie eng beide Themen miteinander verbunden sind und dass das Thema Migration nicht ohne das Thema Geld zu erzählen ist.

Jeder von uns trägt ein Stück Kongo in seiner Hosentasche: seltene Erden im Handy. 80% von Coltan wird in rückständigen Minen im Kongo gegraben, aber die Gewinne der Rohstoffhändler fließen in die Schweiz. Auch mit den Europäischen Handelsabkommen mit Afrika für den zollfreien Import unserer Agrarprodukte werden die Spielregeln verzerrt: Afrikanische Bauern können gegen unseren subventionierten Erfolg nicht mithalten.

Die Globalisierung hat das Proletariat „exportiert“ und kehrt sich um in wirtschaftliche Kolonialisierung: Geld, Reiche und Waren reisen global, aber Arme müssen bleiben wo sie sind. Die über die Welt verteilten wirtschaftlichen Hoch- und Tiefdruckgebiete sind heute Voraussetzung für die möglichst billige Produktion der Warenströme. Nur ein Gefälle kann unser Wasserrad antreiben.


Die Asylsuchenden sind eine Folge dieser Dynamik. Unser Glück lockt sie an. Aber sie stören bei der Steigerung von Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Darum das Einreiseverbot nach Europa. Die Abwehr überlässt man den Naturkräften des Meeres. Seit dem Jahr 2000 sind 30.000 Menschen auf der Flucht ertrunken: eine Kleinstadt aus Leichen. Menschenleben als Kollateralschaden unseres Wohlstands und unserem „Pursuit of Happiness“.

Die Krise ist nicht vorbei, sie fängt erst an, bald kommen auch noch die Klimaflüchtlinge.

Die Erinnerung an Giovanna schenkt mir die Radikalität des Kinderblicks, ein fruchtbarer Kontrast zur internationalen Maschinerie, mit der die Fremden verwaltet werden. Noch nie war es so schwierig, Drehbewilligungen zu bekommen. Es muss also „was dran“ sein an dem Thema, wenn man dessen Bearbeitung so eifrig versucht zu verstecken. Aber auf der Agenda bei Wahlen und Koalitionsverhandlungen steht es zuoberst.

Unsere Herausforderung war, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Grundsätzliches entlarvt sich oft an einem Detail, an einem Blick, einem Lachen, die Summe des scheinbar Unwesentlichen macht das Wesentliche sichtbar.

Im Kern geht es um den Konflikt zwischen „ich“ und „uns“, um den Kontrast oder das Zusammenspiel der vielen Einzelnen zu einem Ganzen. Wie in einem Orchester, wo nicht die Trompete die Musik dominiert, sondern auch die Bratsche und die Flöte zu hören ist. Es geht um eine Hoffnung auf ein Gleichgewicht, auf ein Zusammenleben zwischen Nord und Süd als Organismus, der sich nicht mehr permanent ausnutzt und damit selbst zerstört.

Auch alle andern sagen zu sich selber „Ich“. Das kann zu Krieg führen oder der Anfang einer Liebesgeschichte sein.

An der Tür einer Schneiderei, die von Flüchtlingsfrauen betriebenen wird, hängt ein Spruch aus Alice im Wunderland: „Ich kann einfach nicht an das Unmögliche glauben,“ sagte Alice. Da antwortet die Rote Königin: „Du gibst Dir nicht genug Mühe! In Deinem Alter habe ich das jeden Tag eine halbe Stunde geübt und manchmal konnte ich an sechs unmögliche Dinge glauben, schon vor dem Frühstück.“

Markus Imhoof, Februar 2018









„Markus Imhoof gelingt mit ELDORADO eine tiefgehende, vielschichtige Doku über Europas Geflüchtete. Noch ein Dokumentarfilm über Flüchtlinge? Nach „Seefeuer – Fuocoammare“, dem Berlinale-Gewinner, und „Human Flow“ gelingt Eldorado, was die beiden anderen Dokus vermissen lassen. Vor allem, weil Eldorado die Perspektive ins Historische weitet und parallel von Giovanna erzählt, dem italienischen Kriegskind, das Imhoofs Eltern aufnahmen. Die Nahaufnahme bis ins Privat-Biografische hinein imprägniert Eldorado gegen die populistisch entpersonalisierende und katastrophische Rede von der Flüchtlingswelle."


Tagesspiegel


„Hinter den Dokumentarbildern von Eldorado verblassen die Versuche, das Thema fiktional zu bearbeiten. Die Wirklichkeit schlägt jede Fantasie.“


Die Welt


„In Eldorado wird das das Kino zum Medium der Erkenntnis.“


Frankfurter Allgemeine Zeitung


„Seine enorm vielschichtigen Aspekte und Facetten, die Markus Imhoof immer wieder mit der eigenen Biographie verknüpft, machen Eldorado zu einem außergewöhnlichen Werk über Flucht und ihre Ursachen, das den Blick für Zusammenhänge weitet – universell und zutiefst human.“


kino-zeit


„Ankommen, hoffen und verzweifeln: Die ergreifende Flüchtlingsdokumentation Eldorado beeindruckte im Wettbewerb.“


Berliner Morgenpost


„Ein perverser Kreislauf auf dem Rücken der Ärmsten. Markus Imhoof ist mit Eldorado ein überzeugender und berührender Dokumentarfilm gelungen.“


rbb24


„Es ist erstaunlich, aber bewundernswert, wie sanft Imhoof bis in die letzten Minuten seines Films bleibt, bewundernswert, weil es die Überzeugungskraft seines Films nur noch steigert. Bis zum Schluss verzichtet er aufs Appellative, setzt auf die Fähigkeit seiner Zuschauer zum Selberdenken und streut immer wieder die schöne und traurige Geschichte seiner italienischen Flüchtlingsschwester ein.“


perlentaucher.de


„Von allen Filmen der Berlinale ist Eldorado einer der politischsten, da er die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Flüchtlingskrise aufdeckt: Frauen in der Prostitution, Männer als Sklaven auf den Tomatenplantagen Südeuropas. Das gelobte Land, als das dieser Kontinent erscheint, wird für viele, die es erreichen, zur Hölle auf Erden. Wer dem nur zusieht, macht sich schuldig.“


Nürnberger Nachrichten


„Einer der wichtigsten Schweizer Filmemacher hat sechs Jahre nach „More Than Honey“ wieder einen Film gedreht, der sich unwiderruflich ins Gedächtnis einbrennt."


Blick


„Der leise, aber knallharte Dokumentarfilm Eldorado ist eins der bewegendsten Zeugnisse, die bisher zur Flüchtlingskrise gemacht wurden. Indem Imhoof das Persönliche mit dem Observatorischen vermischt, gelingt ihm ein eindrucksvoller Film, der die Wahrheit zeigt.“


ScreenDaily


„Markus Imhoofs unerschrockener und persönlicher Film Eldorado ist herzzerreißend.“


The Guardian


„Mit nachhaltig wirkenden Bildern zeigt Imhoof die Menschen als Manövriermasse in einer Rettungsmaschinerie und behält doch den Blick für den Einzelnen."


tagesschau24


„Eine leise mahnende Dokumentation“


Deutschlandfunk Kultur


„Ein Film für alle, die weiterhin interessiert sind an den Folgen und Ursachen für die derzeitige Migrationsbewegung nach Europa. "Eldorado" zeigt die Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit im Herzen Europas. Ein trauriger Film über eine traurige Gegenwart."


rbb Inforadio


„Ein angenehm nüchterner, empathischer und persönlicher Film über die Flüchtlingssituation. Imhoof hat ein gutes Händchen, wenn es darum geht, globale Probleme ganz nüchtern und unaufgeregt so zu verdichten, dass sie nicht verfälschend verkürzt werden, sondern der Nagel in aller Knappheit auf den Kopf getroffen wird."


filmstarts.de


„Imhoof, der zuletzt mit „More than honey“ einen Überraschungserfolg landete und mit „Das Boot ist voll“ schon einmal das Thema Flucht behandelte, geht es mit persönlichen und historischen Bezug an, was es auch dem Zuschauer näher bringt und seinen Film von anderen Dokus abhebt. Imhoof kommentiert die Situation nicht larmoyant, er stellt nur fest, wie es ist, aber das ist erschütternd genug und ein Aufruf an alle etwas zu ändern."


Blickpunkt:Film


„Ein trauriger, humanistischer, nachdenklicher und ruhiger Film."


taz


„Ein eindringlicher Appell an unsere Mitmenschlichkeit."


rbb Berlinale-Studio


„ELDORADO verbindet Persönliches und Politisches auf eindrückliche Weise und prägt die letzten Festivaltage der Berlinale. Ein besonderes dokumentarisches Highlight."


Kölner Stadtanzeiger


„Keinen Preis gewinnen konnte der Schweizer Veteran eines humanistischen Kinos, Markus Imhof für einen der schönsten Filme des Programms: Sein dokumentarischen Essay über Flucht und Migration, „Eldorado“, wurde nur außer Konkurrenz gezeigt. Imhoof, unvergessen für den kritischen Schweiz-Film „Das Boot ist voll“, prangert darin nicht nur die Ausbeutung illegal ins Land gekommener Einwanderer an, die in Italien für Hungerlöhne in der Landwirtschaft schuften, und dokumentiert die beschämenden Zustände in vielen Aufnahmelagern. Zutiefst bewegend ist auch die autobiografische Perspektive einer frühen Kindheitserinnerung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs: In einem imaginären Dialog unterhält er sich mit dem italienischen Flüchtlingsmädchen, das seine Eltern aufnahmen und das ihm zu einer Schwester wurde. Dann verlangte ein Gesetz ihre Rückführung; mit nur 14 Jahren starb das Kind in Mailand an den Folgen seiner Unterernährung. Warum Kosslick diesen Film nicht in der Konkurrenz zeigen wollte, bleibt ein Rätsel. Offenbar war das Boot schon voll.“


Frankfurter Rundschau


„Neben dieser sehr persönlichen Geschichte liefert Imhoof packende investigative Einblicke etwa in Flüchtlingsslums, in denen die italienische Mafia abgelehnte Asylbewerber als Feldarbeiter schuften lässt."


Süddeutsche Zeitung


„Dieser Berlinale-Film ist ein Appell. Er berührt, bewegt und beschämt."


BR Rundschau


„Ein beeindruckender und bedrückender Film. ... Ähnlich wie bei Imhoofs Bienen-Doku vermischen sich somit grausame Realität und humanistischer Idealismus, was auf emotionaler Ebene äußerst eindrücklich ist und gleichzeitig unbeschreiblich niederschmetternd. Pflichtprogramm daher besonders für eingefleischte AfD-Wähler und Pegida-Anhänger."


Filmecho


„Imhoof hinterfragt das System der organisierten Hilfe, das Geflüchtete in einen teuflischen Kreislauf entlässt, der meist von ökonomischen Interessen bestimmt wird. Ein leiser Film, der zur eindringlichen Mahnung wird."


Berlinale


Weitere Pressestimmen in Kürze an dieser Stelle.



„Der sehr persönliche Zugang verwebt prägende Erfahrungen aus der Kindheit des Regisseurs mit gegenwärtigen Beobachtungen aus der "Festung Europa". Die beiden Erzählstränge werden immer wieder miteinander verknüpft, ineinander verschachtelt und gespiegelt. Rhythmisch geschmeidige Montage verbindet umfangreiches Familienfotomaterial, Auszüge aus Giovannas Briefen und Kinderzeichnungen mit eindringlichen Bildsequenzen von der aktuellen Flüchtlingssituation. Markus Imhoof erzählt nach seinem unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Kinoerfolg More than Honey erneut eine sehr persönliche Geschichte, um ein globales Phänomen erfahrbar zu machen. So hebt sich der vielschichtige und berührende Film von anderen Dokumentarfilmen zum Thema ab. Eldorado feierte seine Weltpremiere bei den Berliner Filmfestspielen 2018 und erhielt eine lobende Erwähnung der diesjährigen Amnesty Jury auf der Berlinale.“


Amnesty International Deutschland


„In seinem bewegenden Dokumentarfilm ELDORADO verbindet Imhoof persönliche Erinnerungen mit dem Blick auf heutige Geflüchtete. ... Diese Volte ins Persönliche macht den Film zu einem großen, bewegenden Essay. ... Imhoof springt zwischen den stilistisch wie inhaltlich zunächst ganz unterschiedlich wirkenden Erzählsträngen hin und her, die er zu einem erschütternden Porträt der Flucht damals und heute verknüpft. ... Dieser doppelte Blick auf die einzelnen Schicksale ebenso wie auf das große Ganze zeichnet Imhoofs Film aus. Mit sanften Mitteln zeigt er die Folgen der Abschottung Europas. ... ELDORADO ist nicht nur ein Requiem für die Menschlichkeit, sondern auch für Markus Imhoofs erste Liebe.“


Die Zeit


„So ist - endlich! - eine Doku entstanden, die Hintergründe und Strukturen der Flüchtlingskrise offenlegt.“


Süddeutsche Zeitung


„ELDORADO offenbart Zusammenhänge, die dem Zuschauer nicht alle bekannt sein dürften. ... ELDORADO basiert auf einem zutiefst humanistischen Ansatz. Es ist ein von Grund auf redlicher Film, aus der persönlichen Biografie heraus gedreht und angeschlossen an die globalen Entwicklungen. Im Wechsel von Erinnerungen an Giovanna und der Dokumentation von Ereignissen der jüngeren Vergangenheit bewahrt sich Imhoof die Radikalität des Kinderblicks."


Tagesspiegel


„ELDORADO sind viele Zuschauer zu wünschen. Wer den Film gesehen hat, kann nicht umhin sich zu empören angesichts der europäischen Migrationspolitik. ... Umso wichtiger ist angesichts der medialen und gesellschaftlichen Gleichgültigkeit das filmische Meisterwerk „Eldorado“ von Markus Imhoff. ... Besonders gelungen ist die Verknüpfung vom heutigen Umgang Europas mit Schutzsuchenden mit der eigenen Familiengeschichte des Regisseurs. Berührend, persönlich erzählt er von einem italienischen Mädchen, dem sich seine Eltern in der Folge des zweiten Weltkriegs angenommen hatten. Er kontrastiert und verwebt die Erfahrungen mit der heutigen Situation an den Außengrenzen und rührt die Herzen der Zuschauer. Dabei verleiten die künstlerischen Elemente leicht dazu, den dokumentarischen Charakter des Films auszublenden. Doch genau das darf nicht passieren. „Eldorado“ bezeugt eine Realität, an der wir nicht vorbeisehen dürfen – gerade weil sie unmittelbar mit den skandalösen Nebenwirkungen der Globalisierung und mit unserem Lebensstil zusammenhängt. Der Film macht klar, dass die europäische Politik sich vor Problemen abzuschotten sucht, die sie selbst mitverursacht.“


Brot für die Welt


„Ein Film, der die Ursachen von Flucht heute und früher gegenüberstellt: menschlich, privat, aber nie platt."


Deutschlandfunk


„Alles schon hundert Mal gesehen, könnte man denken. Doch dem Regisseur gelingt durch die historische Verknüpfung eine gänzlich neue Herangehensweise. Darüber hinaus wirft ELDORADO einen hochinteressanten Blick auf die wirtschaftliche Ausbeutung Afrikas durch die EU.“


NDR DAS!


„Der subtile Dokumentarfilm „Eldorado“ hinterfragt den Umgang mit Zuwanderern und wagt einen historischen Vergleich. ... Dass der Film, der seine Premiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale feierte, zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelt und von einer kindlichen, ergo unvoreingenommenen und mitunter auch erstaunten Perspektive lebt, mag auf den ersten Blick grenzwertig erscheinen. Gerade dadurch ergeben sich aber erhellende Einblicke in das Verhältnis zwischen „uns“ und „den anderen“, zwischen dem Ich und der Außenwelt. So wird Empathie gefördert. Mit dem Blick zurück verbindet sich zugleich die Hoffnung, aus der Vergangenheit zu lernen.“


vorwärts


„Der eindrucksvollste Film unter den Neustarts dieser Woche!“


rbb Inforadio


„Ein eindringlicher Appell für mehr Menschlichkeit und Mitgefühl.“


dpa


„Wie lange ist es her, dass ihr euch Gedanken um das Empfinden, die Umsetzung oder die Bedeutung von Menschlichkeit gemacht habt? In einem Geflecht aus Aktualität und persönlicher Geschichte schafft Markus Imhoof eine Dokumentation, die Augen und Herz öffnet. SPIESSER-Autorin Marie findet, dass ELDORADO bundesweit im Geschichtsunterricht als Pflichtstück eingeführt werden sollte! ... In meinen Augen hat es bisher kein Regisseur geschafft, in mir das Gefühl der Menschlichkeit so unverfälscht und intensiv zu wecken. Der Film steht für eine jahrhundertlange Geschichte der Ausbeute und des Kolonialismus. Sobald man das realisiert, ist es überwältigend. Man blickt einer bösen Wahrheit direkt ins Auge. Das Beste ist, seine Augen vor ihr nicht zu verschließen."


Spiesser


„Ein berührendes und erschütterndes Werk. ... Penibel recherchiert und gleichzeitig intim erzählt. ... Imhoof legt Strukturen und Zusammenhänge über die globalen Waren-, Geld- und Menschenströme bloß. ... Seinem vorangegangenen Film „More thanHoney“, 2012, über das weltweite Bienensterben, begann Imhoof im eigenen Garten. Und diese Verknüpfung von globalen Problemen mit dem eigenen Ich macht nun auch ELDORADO so spannend. ... Es ist die Spannung zwischen den skizzenhaften Flüchtlingsporträts und dem so nüchtern dokumentierenden wie wuchtig ikonografischen Blick auf den Flüchtlingsstrom, der Imhoofs Film so eindruckvoll macht und von anderen Flüchtlingsdokus wie „Fuocoammare“ von Gianfranco Rosi oder Ai Weiweis „HumanFlow“ unterscheidet. Moralische Fragen stellen sich hier mit noch einmal verschärfter Dringlichkeit.“


Süddeutsche Zeitung


„Schauen Sie sich ELDORADO an! Unbedingt im Kino, denn erst auf der großen Leinwand verbreitet er seine ganze emotionale Wucht - und vielleicht auch Wut, die noch lange nachhallt. ... Das Besondere an diesem Film ist, dass Imhoof die aktuelle Flüchtlingskrise mit Ereignissen aus seinem persönlichen Leben verwebt. ... Wer Imhoofs Filme kennt, weiß, dass genaues Hinsehen, akribische Recherche und der besondere Sinn für Absurditäten im System zu seinen Markenzeichnen zählen. Mit ELDORADO hat er erneut bewiesen, dass man kontroverse Themen mit Menschlichkeit und offenem Blick auf den Punkt bringen kann.“


art - Das Kunstmagazin


„Zutiefst humanistisch.“


Neues Deutschland


„ELDORADO ist eben kein "Flüchtlingsdrama", sondern die Beschreibung eines ausgeklügelten Profitsystems auf dem Rücken der Migranten.“


Berliner Zeitung


„Zutiefst bewegend!“


Frankfurter Rundschau


„ELDORADO ist ein ruhiger, gelassener und dabei schneidend präziser Film, weil Imhoof die persönliche Perspektive nicht als Betroffenheitsgetue einsetzt. Mit der Geschichte von Giovanna bringt er die abstrakten Beobachtungen zu "Flüchtlingsströmen" immer wieder auf das Wesentliche zurück: dass es um einzelnen Menschen geht. "


Hamburger Abendblatt


„Ein sehr bewegender Dokumentarfilm.“


Süddeutsche Zeitung


„Markus Imhoof sorgt dafür, dass uns das Thema näher kommt als uns lieb ist. ... Ein vielschichtiger Film."


Hannoversche Allgemeine Zeitung


„Bemerkenswert.“


Märkische Oderzeitung


„ELDORADO ist unangenehm, beschämend, macht fassungslos und ist somit bewegendes Kino. ... So intensiv wie erhellend. ... Ein vielstimmiges Essay.“


Sächsische Zeitung


„ELDORADO ist wie MORE THAN HONEY ein ähnlicher Meilenstein des Genres, allerdings noch privater, unmittelbarer und schonungsloser. ... Hervorragend! (Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie sich für die Welt um sich herum interessieren.“


Münchner Merkur


„Bewegend. ... Ein sehr beklemmender, sehr genauer Blick auf die aktuelle Lage.“


3sat Kulturzeit


„Ein Film, der einen hin- und herreißt. ... Bewegend.“


rbb Morgen im Kino


„Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof (MORE THAN HONEY) konfrontiert uns mit zutiefst menschlichen Erlebnissen. Für ELDORADO ging er an Bord eines Schiffes der italienischen Marine, um die Rettung der vielen Mittelmeer-Flüchtlinge zu filmen. Das Ergebnis ist beeindruckend.“


BR Kino Kino


„Ein Film, der wirklich die Augen öffnet.“


Deutschlandfunk Kultur


„Am Ende ist dieser große essayistische Dokumentarfilm ein leidenschaftliches Plädoyer für Menschlichkeit. ... Eindringlich."


Deutschlandfunk Corso


„Kein Betroffenheitskitsch, sondern klug beobachtetes und gleichzeitig sehr mitfühlendes Dokukino. Ein berührender, ein bemerkenswerter Film.“


rbb Inforadio


„Der Film ist bewegend und erhellend - weil er das große Gegenwartsthema Flucht in eine eigene, persönliche, spannungsvolle Erzählung überführt.“


NDR Kultur


„Der Film macht wütend. ... Man sollte sich ihn ansehen und man sollte sich dazu verhalten.“


Deutschlandfunk Kultur "Studio 9


„Ein sehr bewegender und wichtiger Film.“


radioeins


„Ein ausgezeichneter Dokumentarfilm. Ein Film, der einen packt und wütend zurücklässt.“


mdr aktuell


„Ein dringlicher, zutiefst humanistischer Appell.“


film-dienst


„Ein kluger, zutiefst humanistischer, wichtiger Dokumentarfilm.“


br24.de


„Die persönliche Verknüpfung zu der visuell bekannten Thematik ermöglicht uns einen dynamischen und intimen Zugang, der berührt. In der klugen Doppelbewegung zwischen geschichtlicher Kontextualisierung und heutigen Auswirklungen werden Analogien gezogen, die sonst nicht entstehen würden.“


Player


„Ein genauso sympathischer wie persönlicher Ansatz, dem Flüchtlingsproblem zu begegnen.“


biograph


„Der bloßen Realität verschrieben präsentiert Imhoof mit eigenen Erfahrungen angereicherte Wahrheiten. Dass ein großer Teil der genutzten Bilder an Schockwirkung in Folge medialer Omnipräsenz bereits erheblich eingebüßt hat, ist erschreckend und entlarvend zugleich. Die allgemeine Akzeptanz dieser Umstände anprangernd, erzählt Imhoof nicht nur die Geschichte heutiger Flüchtlinge, sondern auch die derer, die während und nach dem zweiten Weltkrieg in die Schweiz flüchteten. Am Beispiel Giovannas, eines Flüchtlingskindes, das Imhoofs Familie zu der Zeit gesund pflegte, eröffnet Imhoof so der Diskussion, die häufig nur über gescheiterte und unmenschliche Systeme geführt wird, eine neue Ebene. Die des Menschen, des Individuums und des persönlichen Schicksals."


spex


„Der essayistische Film verbindet persönliche Reflexionen, Briefe und andere Dokumente mit bedrängenden Gegenwartsbildern sowie investigativen Recherchen, die dem zynischen Kreislauf der Ausbeutung illegaler Migranten auf die Spur kommen. Durch den unmittelbaren emotionalen Zugang verdichtet sich der Film zum eindringlichen, zutiefst humanistischen Appell an die Verantwortung der Menschen füreinander. – Sehenswert.“


Vatican News


„Herausgekommen ist eine bemerkenswerte, sehr persönliche Dokumentation: „Eldorado“ zeigt mit einfachen Mitteln nicht nur komplexe Zusammenhänge auf, sondern wird auf unaufdringliche, aber erschütternde Weise auch zu einem Appell für mehr Menschlichkeit und Mitgefühl.“


Rhein-Neckar-Zeitung


„Imhoof findet stets eine Balance zwischen nüchterner Betrachtung und persönlicher Erinnerung, die glücklicherweise zu keiner Zeit in pathetische Betroffenheit abdriftet.“


Rolling Stone


„Der Vorzug des Films liegt darin, dass er nicht einfach ein Geschehen zu dokumentieren versucht, das von außen an eine Gesellschaft herangetragen wird, sondern dass er zeigt, dass "Eldorado" und Inferno historische Größen sind.“


Zitty


„An die Verantwortung vor der Geschichte erinnert ELDORADO auf eine fast schon intime Weise. Das gibt ihm eine große Kraft. ... Ein zugleich intimer und hoch politischer Film.“


tip Berlin


„Markus Imhoof ist mit ELDORADO eine persönlich gefärbte, anrührende Dokumentation gelungen.“


in münchen


„MORE THAN HONEY hieß Markus Imhoofs erhellende Dokumentation über Bienen. Jetzt bringt der Schweizer mit ELDORADO einen nicht nur erhellenden, sondern auch intensiven, berührenden und so universellen wie individuellen Film heraus.“


Dresdner Morgenpost


„Markus Imhoof gelingt es mit seinem Dokumentarfilm über die gnadenlose Verwaltung von Flüchtlingen, an unsere Menschlichkeit zu appellieren. ... Imhoof sanft beobachtender Film weckt im Zuschauer den Ärger darüber, wie mit Flüchtlingsleid umgegangen wird, aber auch das Gefühl, als Einzelner unter dem großen Sternenzelt darauf Einfluss nehmen zu können."


stimme.de


„Ein zugleich intimer und weltoffener Film. ... Imhoof geht von etwas Persönlichem aus und setzt es in ein Verhältnis zur Weltgeschichte. ... Ein bewegendes Zeugnis der Humanität.“


FAS - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


„Imhoof ergreift in ELDORADO nicht nur mutig Partei, sondern analysiert auch die Strukturen, die hinter den einzelnen Geschichten stecken.“


arte Metropolis


„Imhoof schafft des meisterhaft, den komplexen und wahnwitzigen Kreislauf dieser weltweit verwobenene Strukturen nachvollziehbar aufzuschlüsseln. ... Die präzisen Bilder von Kameramann Peter Indergand verleihen dem Geschehen eine unheimliche Dimension, der Schnitt von Beatrice Babin einen eindringlichen Rhythmus.“


indiekino


„Der persönliche Bezug macht den Film so besonders. Ein erschütternder Appell.“


Kino & Co.


„Imhoof gelingt es durch ungewöhnliche Aufnahmen, die Vergessenen und Ungewollten unserer Zeit in den Mittelpunkt zu rücken und ihren Schicksalen konkrete Namen und Gesichter zu geben.“


Interkultur Stuttgart


„Durch die sehr persönliche Ebene bekommt die Dokumentation eine liebevolle Note, die von tiefer Menschlichkeit zeugt. Und vor allem liefert sie wichtige Verknüpfungen zwischen der Gegenwart und einer noch gar nicht so lang zurückliegenden Vergangenheit, in der heute reiche Länder selbst auf Hilfe angewiesen waren. Eine Geschichte, die in populistischen Debatten viel zu oft ausgeblendet wird.“


Dresdner


„ELDORADO ist ein starkes Plädoyer für eine gerechtere Verteilung des Wohlstands in der Welt.“


epd Film


„Ein beeindruckender und bedrückender Film. ... Ähnlich wie bei Imhoofs Bienen-Doku vermischen sich somit grausame Realität und humanistischer Idealismus, was auf emotionaler Ebene äußerst eindrücklich ist und gleichzeitig unbeschreiblich niederschmetternd. Pflichtprogramm daher besonders für eingefleischte AfD-Wähler und Pegida-Anhänger."


Filmecho


„Imhoof hinterfragt das System der organisierten Hilfe, das Geflüchtete in einen teuflischen Kreislauf entlässt, der meist von ökonomischen Interessen bestimmt wird. Ein leiser Film, der zur eindringlichen Mahnung wird.“


Berlinale

















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VISION KINO schreibt:
"Der sehr persönliche Zugang verwebt prägende Erfahrungen aus der Kindheit des Regisseurs mit gegenwärtigen Beobachtungen aus der „Festung Europa“. Die beiden korrespondierenden Erzählstränge werden immer wieder miteinander verknüpft, ineinander verschachtelt und gespiegelt. Rhythmisch geschmeidige Montage verbindet umfangreiches Familienfotomaterial, Auszüge aus Giovannas Briefen und Kinderzeichnungen, von der Voice-Over-Stimme des Regisseurs beredt zum Sprechen gebracht, mit kaum weniger eindringlichen Bildsequenzen von der aktuellen Flüchtlingssituation und erhellenden Off-Kommentierungen. Auf der Basis der besonderen biografischen Prägung gewinnt der vielschichtige, die Perspektive eines teilnehmenden Beobachters einnehmende Film mit dem Versuch einer globalisierungs- und EU-subventionskritischen Einordnung der Flüchtlingskrise und ihrer Ursachen am Beispiel fataler wirtschaftlicher Kreisläufe eine aufschlussreich erweiterte Dimension jenseits einschlägiger Dokumentarfilme zum Thema."

Zur Filmempfehlung von VISION KINO

Zur Filmempfehlung der Bundeszentrale für politische Bildung

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